1.05.05 14:33

Der Herr der Bälle

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Faszination Ball: Wolfgang Pfeiffer hat in seinem Berufsleben rund 6.000.000 Tennisbälle verkauft. Fürs Fotoshooting mit tennis magazin begnügte er sich mit dreien.

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Wolfgang Pfeiffer fährt keinen Porsche wie Salm. Da würden auch die vielen Bälle nicht hineinpassen, die er mitgebracht hat - 1500 Stück. Früh morgens ist er mit seinem Mercedes-Kombi von Schwanstetten bei Nürnberg aufgebrochen. Mittags ist er dann in der tennis magazin-Redaktion. Das Besondere an Pfeiffer: Er ist der "Herr der Bälle". Sechs Millionen Filzkugeln hat er in seinem Leben verkauft: weiße, gelbe, orange, weiche, harte, mit viel Filz und mit wenig. Eine unvorstellbare Menge - selbst für große Ballfirmen. wie Dunlop und Penn. Der Unterschied zu den Filzballgiganten: Der 66-Jährige hat die Bälle im Alleingang verkauft. Seine Firma ARP (steht für "ausgesuchte richtige Produkte") ist ein Ein-Mann-Betrieb.

Ist er schon balla balla? "Bestimmt nicht", sagt Pfeiffer und lächelt. Aber es gebe natürlich eine besondere Beziehung zu Bällen. Pfeiffer nimmt einen in die Hand und betrachtet ihn: Ich sehe sofort, wie gut der Ball ist, fühle die Qualität des Filzes."

Vor 26 Jahren gründete der gelernte Kaufmann seine Firma, kündigte den gutdotierten Job als Verkaufsleiter in der Industrie. "Ich wollte etwas völlig Neues machen", sagt Pfeiffer. Weniger arbeitsintensiv fiel der zweite Teil seines Berufslebens nicht aus. Meist sitzt Pfeiffer von acht Uhr morgens bis spät abends in seinem Büro im 7000 Einwohner-Ort Schwanstetten, telefoniert, erstellt Einkaufslisten, prüft Lieferungen aus Asien, die er in seinem Lager neben dem Wohnhaus deponiert und von dort aus weiterversendet.

Früher sei er in ganz Europa rund 2,5 Millionen Kilometer mit dem Auto gefahren. 1978, als der Tennisboom begann, besuchte er die ersten Tennishallen Deutschlands, stellte Kontakte zu Tennislehrer und Clubs her. "Pionierarbeit", sagt Pfeiffer. und als das Geschäft gut anlief , wurde seine Palette immer größer: Saiten, Griffbänder, sogar Schläger verkaufte er: "Anca Barna hat mal ein Racket von mir gespielt, da war sie acht."

Das Handy klingelt. In Indonesien streiken sie, und die Firma Siemens muss sich noch ein bisschen gedulden, bevor die 5000 Bälle mit dem aufgedruckten Firmenlogo geliefert werden. Pfeiffer reagiert gelassen. Er hat viel erlebt in den letzten drei Jahrzehnten. Die Höhen - und die Tiefen, so wie jetzt. Und wenn er nicht "mit Leib und Seele Tennismann" wäre, hätte er sich vielleicht irgendwann eine andere Aufgabe gesucht. Zumal der Markt eng geworden ist durch zahlreiche Anbieter und das Internet. Dazu kommt, das die Preise, wie Pfeiffer es formuliert, im Keller sind. Heute, sagt er, lebe er vor allem von seinen sehr guten Kontakten - zu Tennisschulen, Centern, mobilen Trainern, Tennishotels. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet er auch mit dem VDT (Verband Deutscher Tennislehrer) zusammen.

Zu Spitzenzeiten habe er sechs bis sieben Container mit je 84.000 Bällen verkauft. Heute seien es etwa noch zwei. Dazu kommen Netze, Pfosten, selbst entwickelte Ballkörbe, Trainingshilfen und Ballmaschinen. Pfeiffers Lieblingsprodukt? Der von Ihm selbst entwickelte ARP Slow-Playing, ein  weicher, druckloser 40 Gramm leichter Methodikball für Kinder, der sich wunderbar einfach bewegen lässt.

"Kinder sollten Spaß am Spiel haben. Sie brauchen das richtige Arbeitsgerät", sagt er. Maßlos ärgert ihn, wenn die Kids mit abgespielten Erwachsenen-Bällen trainieren müssen. Da müsse oft noch ein Umdenken stattfinden. In solchen Momenten spricht aus Pfeiffer der Tennisliebhaber - und weniger der Geschäftsmann. 

Quelle: tennis magazin


Dateien: arp_herr_der_baelle.pdf
Links:

www.tennis-magazin.de




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